Goldplakette

Der »Preis der Stiftung Buchkunst« steht fest!

»Preis der Stiftung Buchkunst« vergeben: »A.R. Penck: Rites de passage« (Verlag der Buchhandlung Walther König) erhält die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung!

Im prall gefüllten Foyer des Museums Angewandte Kunst, Frankfurt, verlieh TITANIC Herausgeber und Autor Oliver Maria Schmitt am Donnerstagabend (14. September 2017) den mit 10.000 Euro dotierten “»Preis der Stiftung Buchkunst« für das schönste deutsche Buch 2017. Verleger Walther König nahm den Preis persönlich entgegen. Gestaltet wurde das Siegerbuch vom Pariser Designbüro »SPMillot«. Schmitt enthüllte am Ende seiner Laudatio den Sieger:

_»Kommen wir also zum größten Geheimnis dieses Jahres, dem von der Expertenjury der Stiftung Buchkunst zum schönsten Buch des Jahres 2017 gekürten Werk. Gewonnen hat auch diesmal wieder nicht das teuerste oder das dickste oder das opulenteste Buch – sondern ein Mix aus alledem. Die Gestaltung ist, um es mal mit mehr als nur einem Wort zu sagen: feudal prächtig, außerordentlich ausschweifend, lukullisch luxuriös und nachgerade feierlich opulent, ja ausgiebig, überbordend und nachhaltig reichhaltig – mit einem Wort: verschwenderisch. Vor allem, wenn man mit bedenkt, welche Vielzahl der buchgestalterischen Mittel einem in seiner Ausdrucksfähigkeit doch recht limitierten Künstler hier zugute kommen – das ist eben echter Prunk und Pomp und Zirkumstand, ja fast schon Punk – für A. R. Penck, das ist manisch, verrückt, zwanghaft, wild – so wie ja der Künstler selber mal ein durchaus junger Wilder war. Am verblüffendsten ist hier aber vor allem, wie A. R. Penck alle seine Kritiker, die behaupten, er könne gar nicht malen, keines Besseren belehrt. Meine Damen und Herren: Das schönste Buch des Jahres 2017 ist die bei Walther König erschienene deutsche Lizenzausgabe des von Olivier Kaeppelin, Danièle Cohn, Ulf Jensen verfassten Werks „A. R. Penck – Rites de Passage“ – also ein echtes Passagenwerk. Tatsächlich ist es allein schon ein Genuss, dieses Buch mit geschlossenen Augen durchzublättern. Und mit den Händen zu schmökern. Diese Vielzahl der verwendeten Papiere! Diese Materialien und Oberflächen! Verträumt streicht die Hand über die schönen Seiten und freut sich. Da Ralf Winkler, der sich A. R. Penck nannte, heute leider zu verstorben ist, um die Ehrung mitzuerleben, erinnert dieses schöne und fulminant wohlgestaltete Buch in besonderer Weise an sein Leben und an sein Werk. Ich gratuliere ihm, wir gratulieren den Herstellern – und ich gratuliere Ihnen allen: Sie haben das Ende der Laudatio erreicht.«_

Im Rahmen der Preisverleihung wurden auch die Macher aller 25 Schönsten sowie die 3 »Förderpreise für junge Buchgestaltung« die bereits im Mai gewählt wurden, gefeiert und gewürdigt. Die 25 »Schönsten deutschen Bücher« 2017 wählten zwei Expertenjurys in einem aufwändigen Verfahren im Mai dieses Jahres aus.

Alle Preisgelder wurden gestiftet von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Die prämierten Bücher werden ab sofort auf große Wanderausstellung gehen und an zahlreichen Orten im In- und Ausland zu sehen sein. Auch die Kooperation mit dem Literaturhaus Frankfurt wird fortgeführt: Die 25 prämierten Bücher sind ab sofort das ganze Jahr über im Foyer des Hauses zu sehen.

Gleichzeitig feierte an diesem Abend der Katalog der »Schönsten deutschen Bücher 2017« Premiere, den in diesem Jahr das Büro hawemannundmosch aus Berlin gestaltet hat.

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Alle Preisgelder wurden gestiftet von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

BKM

Mit herzlichem Dank an unseren großzügigen Sponsor, der Sektmanufaktur Schloss Vaux!

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Alle Bilder des Abends© Christoph Boekheler, Frankfurt am Main

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