Die internationale JuryJury in Leipzig, Deutsche Nationalbibliothek, vom 08. bis 10. Februar 2018

Eine siebenköpfige, unabhängige Jury kommt jährlich in Leipzig zusammen, um 14 herausragende Bücher aus über 600 Einsendungen und 33 Ländern zu prämieren: The best of the best!

Fotos: Rolf Wöhrle

Susan Colberg / Kanada
Jonas Voegeli / Schweiz
Aud Gloppen / Norwegen
Alexandra Buhl / Island
Florian Hardwig / Deutschland
Stefanie Schelleis / Deutschland
Noam Schechter / Israel

  • Susan Colberg (Kanada)

Susan Colberg (CA), MVA CGD FGDC, ist außerordentliche Professorin für Designwissenschaften an der Universität Alberta und Mitglied der Graphic Designers of Canada. Sie wurde für ihre Arbeit mit zahlreichen Designpreisen ausgezeichnet und fungierte bereits als Preisrichterin für die Association of American University Presses, die Alcuin Society for Excellence in Book Design in Kanada, die Society of Graphic Designers of Canada, u. a. Ihre Arbeiten wurden in Europa, Amerika und Asien ausgestellt und Exemplare davon finden sich in den Sammlungen des Fitzwilliam Museums (Universität Cambridge), der Houghton Library (Harvard Universität), des Deutschen Buch- & Schriftmuseums (Leipzig), der Smithsonian Institution (Washington, DC) und des Banff Centres.

  • Jonas Voegeli (Schweiz)

Jonas Voegeli (CH) ist ein Grafiker aus der Schweiz und widmet sich dem Buchdesign, der redaktionellen Gestaltung, der Artdirection und der Corporate Identity-/Markenentwicklung. Durch Aufträge in verschiedenen Designbereichen zeugen seine Arbeit, Designmethodik und sein pädagogischer Ansatz von seinem Engagement für die Grafik – auf professionellem wie auch auf akademischem Gebiet. In Schweizer wie auch in internationalen Designwettbewerben wird Voegeli laufend ausgezeichnet. Er ist Mitbegründer von Hubertus Design (Zürich/New York), Leiter der Fachrichtung Visual Communication an der Zürcher Hochschule der Künste und Mitglied der Alliance Graphique Internationale (AGI).

  • Aud Gloppen (Norwegen)

Aud Gloppen (* 1963, NO) ist eine norwegische Grafikerin und Designprofessorin, sie lebt in Oslo. 2005 gründete sie gemeinsam mit drei Kollegen Blæst Design, ein Studio, welches sich auf Buchdesign, redaktionelles Design und Arbeiten für kulturelle Institutionen spezialisiert. Zuvor war sie Designerin bei Bokklubben und Cappelen Verlag. Aud Gloppen hat Buchdesign für eine breite Palette von Autoren und literarischen Gattungen entwickelt. Am besten bekannt ist sie für ihr zeitloses und oft auf Typografie basierendes Buchdesign. Sie wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, insbesondere für die Gestaltung von klassischer Literatur, darunter auch einer Bibelausgabe. Derzeit arbeitet sie als Creative Director für Vårt Land Zeitung und Verlag.

  • Alexandra Buhl (Island)

Alexandra Buhl (*1975, IS/PL) ist Grafik-Designerin und hat unzählige Bücher in den letzten neun Jahren für den isländischen Verlag, Forlagið, gestaltet. Ihre Ausbildung hat sie 2003 in Offenbach am Main an der Hochschule für Gestaltung (HfG) als Diplom-Designerin abgeschlossen. Die isländische Tageszeitung Fréttablaðið wählte ihre Buchumschläge mehrere Male als bester Buchumschlag des Jahres. Sie lebt mit ihrem isländischen Mann und zwei Töchtern seit zwölf Jahren in Reykjavik. https://www.pinterest.com/alexandrabuhl/book-covers-alexandra-buhl/

  • Florian Hardwig (Deutschland)

Florian Hardwig (DE) ist typografischer Gestalter und Autor in Berlin. Zusammen mit Malte Kaune betreibt er das Studio Kaune & Hardwig und bearbeitet Aufträge u. a. in den Bereichen Buchgestaltung und Erscheinungsbild. Florian schreibt über typografiebezogene Themen und vermittelt als unabhängiger Berater zwischen Schriftgestaltern und -anwendern. Gemeinsam mit Stephen Coles ist er Herausgeber von Fonts In Use, einem öffentlichen Archiv, das Grafikdesign dokumentiert und untersucht, um das Wissen um und die Wertschätzung von Typografie zu mehren. Als Vorstandsmitglied des Vereins zur Förderung von Grafik und Buchkunst Leipzig e.V. hilft er bei der Organisation des Walter-Tiemann-Preises. Florian ist Mitglied von Fust & Friends, einem internationalen Zusammenschluss von Buchstabenaficionados.

  • Stefanie Schelleis (Deutschland)

Stefanie Schelleis (* 1963, DE) erlernte das Verlagswesen im S. Fischer Verlag. Seit 1985 Buchdesignerin und – produzentin in Frankfurt/Main, ursprünglich im S. Fischer Verlag, später (1991–2003) im Suhrkamp Verlag. Seit 2003 lebt sie in München, wo sie als Herstellungsleiterin für den Carl Hanser Verlag arbeitet (Literatur, Sachbücher, Kinder- und Jugendbücher). Mehrmals schon war sie Jurymitglied für die Stiftung Buchkunst (national und international im Jahr 2012) und von 2007 bis 2013 fungierte sie als Jurorin für The Beauty of Books in China in Shanghai. 2014 wurde sie in die Jury für den First Latin American Book Design Prize in Buenos Aires geholt. Sie hielt Workshops zu Book Design/ Book Production für das GBO in Delhi im Jahr 2015 und für die Seagull School for Publishing in Kalkutta in 2017. Mehrere Male wurde sie mit dem Preis für die schönsten deutschen Bücher ausgezeichnet.

  • Noam Schechter (Israel)

Noam Schechter (* 1964, IL) ist israelischer Grafiker, Dozent und Forscher mit dem Schwerpunkt hebräische Typografie. Die Bücher, die er im Lauf der letzten beiden Jahrzehnte gestaltet hat, unterstreichen die Spannung zwischen polyphonem Lesen und linearem Format. Ihre Struktur zelebriert die beiden Leserichtungen, die dem Aufbau von semitischer und lateinischer Typografie innewohnen. Seine Designformate versuchen, die endemischen Werte der lokalen Kulturen zu unterstreichen. Während seiner gesamten Karriere hat Schechter Typografie und Buchgestaltung an verschiedenen akademischen Einrichtungen unterrichtet. In den letzten zehn Jahren entwickelte er sich zu einem der renommiertesten Professoren am Institut für Visual Communication der Bezalel Academy of Art and Design in Jerusalem, wo er als akademischer Leiter für Abschlussprojekte und -präsentationen tätig ist. Als Forschungsstudent des Cultural Studies Programms an der Hebrew University von Jerusalem bereichert Schechter seine Arbeit durch Geschichtsstudien. Seine Doktorarbeit beschäftigt sich mit der Beziehung zwischen modernen hebräischen Schriftarten in Büchern und der jüdischen nationalen Identität, von ihrer Entstehung in Europa bis zu ihrer Manifestation im heutigen Staat Israel.