Günther Maier u.a., 3 Bände
Lebenswerke in der Chemie (3 Bände)
Das war’s – Erinnerungen eines Doktorvaters, Mein Leben mit der Wissenschaft, Bild und Spiegelbild: Kleiner Unterschied – große Auswirkungen
- Kategorie
- Fachbücher - Wissenschaftliche Bücher - Schulbücher
Begründung der Jury
„Ich bewundere Leute, die nicht nur auf ein linkshändiges Schneckenhaus stoßen, sondern auch noch erkennen, dass sie eine Ausnahme vor sich haben.“ Wer erinnert sich noch an Chemie in der Schule? Au weia.
Drei Chemiker, die in Forschung und Lehre Bedeutendes geleistet haben, schreiben ihre Biografien. Diese erscheinen in Buchform. In einem Schuber. Einem unkaschierten, rustikalen Pappschuber. Wenn wir jetzt viel Zeit hätten, könnten wir die Finesse der Stanzform für die dicke Graupappe detailliert beschreiben. Lassen wir das. Nun, die Pappe begleitet uns noch bei den drei Büchern. Sie erinnern an Interimseinbände, als man zum Beispiel wissenschaftliche Abhandlungen, lose geheftet, zum Buchbinder seines Vertrauens brachte. Hier aber sind sie als Dauerprovisorium eingerichtet – nackt, als Halbgewebeband ohne Gewebe, wenn man so will.
Die Zweifarbigkeit des Druckes vermag es, im laufenden Text eine markante Aussage – anstelle einer lästigen Infobox – hervorzuheben. Ebenso verhilft die zweite Sonderfarbe zur Differenzierung der Bilder, seien es Diagramme oder anekdotische Fotoaufnahmen. Bei den Fotos entfaltet die Farbe einen besonderen Reiz, indem sie entweder als Monochrombild, als Duplexreproduktion oder – besonders raffiniert – quasi als Irisdruck schillernd die Szenen wiedergibt.
Diesen drei Bänden gelingt eine buchgestalterische Synthese: die Verbindung einer wissenschaftlichen Karriere mit der jeweiligen persönlichen Biografie – frei nach Lichtenberg: Wer nichts als Chemie versteht, versteht auch die nicht recht.