Susan Marti
Enteignetes Erbe: Eine venezianische Bildtafel
Band 4 der Reihe Raub und Ruhm. Erbeutetes Erbe im Museum
- Kategorie
- Kunstbücher - Fotobücher - Ausstellungskataloge
Begründung der Jury
Als Teil eines Forschungsprojekts widmet sich diese vierteilige Buchreihe im kleinen Format dem Thema „Raub und Ruhm. Erbeutetes Erbe im Museum“. Jeder Band untersucht einen exemplarischen Gegenstand, der im Laufe der Geschichte zur sogenannten „Burgunderbeute“ wurde – Kunstwerke, die während der Burgunderkriege (1474–1477) den Eidgenossen und ihren Verbündeten als Trophäen glorreicher Siege galten. Die Autorinnen und Autoren beleuchten vier Objekte und deren ambivalente, sich stetig wandelnde Bedeutung im Lauf der Geschichte.
Stringent wurden dabei die jeweiligen Kunstgegenstände der vier Bände als tiefgeprägte Schatten auf den Covern in Szene gesetzt. Das elegante Farbspektrum der Umschläge schafft hierbei nicht nur eine klare Differenzierung, sondern sorgt zugleich für einen hochwertigen Seriencharakter.
Die ausgewählten Covermaterialien der Buchreihe überzeugten die Jury dabei ebenso wie das stimmige Zusammenspiel von Format, Papierwahl und Veredelung. So stellen die glänzend folierten Bildstrecken, die den Beginn sowie das Ende eines jeden Bandes markieren, einen reizvollen haptischen Kontrast zu den Textseiten dar. Zudem wird die durchweg homogene Gestaltung auf überraschende Weise inmitten der Bände durchbrochen – halb ausgerissene Seiten verdeutlichen anschaulich den historischen Kunstraub. Der eng bedruckte Vor- und Nachsatz mag auf den ersten Blick irritieren, trägt jedoch in seiner Dichte zu der objekthaften Geschlossenheit bei: „Ungewöhnlich, überzeugend und cool“, so das Fazit der Jury, die auch die hervorragende Satzarbeit in ihrem Fazit betonte.
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This four-part series of small-format books, which arose out of a research project, explores the issue of plundered treasures in museums. Each volume looks at a different example of the artefacts that have come to be known as the Burgundian Booty – the spoils of what were seen as glorious victories in the Burgundian wars (1474–1477) by the Swiss and their allies. The authors examine four such objects and their ambivalent meanings, which have shifted constantly over time.
Each cover in the series features a shadow-like debossed representation of the specific artefact. The refined colour-coding of the four covers allows the individual volumes to be clearly differentiated while also giving the series as a whole a premium look.
Our judges admired both the chosen cover materials and the harmonious interplay between format, paper type and finish. The glossy laminated image sections that mark the beginning and end of each volume, for instance, provide an appealing tactile contrast to the text pages. The page design is homogeneous throughout, although part way through each volume, that homogeneity is interrupted in a most surprising way – by half torn-out pages that offer a physical nod to the historical acts of plunder. At first glance, the densely printed endpapers may seem somewhat curious, but that density contributes to the books’ cohesiveness as objects. “Unusual, compelling and cool”, enthused the judges in their verdict, which also highlighted the outstanding typesetting.


