Die Schönsten Deutschen Bücher 2026

Die Stiftung Buchkunst kürt die bestgestalteten Bücher des Jahres: Die 25 ausgewählten Publikationen sind vorbildlich in Gestaltung, Konzeption und Verarbeitung. Sie zeigen eine große Bandbreite gestalterischer und herstellerischer Möglichkeiten sowie wichtige Trends und Strömungen der deutschen Buchproduktion.

Im Wettbewerb der »Schönsten Deutschen Bücher« wählten zwei Jurys aus Expert:innen in einem aufwendigen Verfahren die 25 schönsten Bücher des Jahres aus. Rund 600 Einsendungen traten um die begehrten Auszeichnungen an. 14 Juror:innen diskutierten sieben Tage lang über die eingereichten Titel.

Die 25 prämierten Titel wurden am 15. Juni 2026 im Rahmen der Release Night in der Buchhandlung Bücherbogen am Savignyplatz in Berlin bekannt gegeben, vor Ort enthüllt, ausgestellt und gefeiert.


die jury

die shortlist

die prämierten

Die Auswahl deckt ein breites Spektrum ab: In jeder der fünf Kategorien werden jeweils fünf Bücher ausgezeichnet: »Allgemeine Literatur«, »Wissenschaftliche Bücher, Fachbücher, Lehrbücher«, »Ratgeber, Sachbücher«, »Kunstbücher, Fotobücher, Ausstellungskataloge« und »Kinderbücher, Jugendbücher«.

PRESSEMATERIAL

Die prämierten Bücher der diesjährigen Wettbewerbe sowie weitere Informationen finden Sie im Anhang.

Ab ca. 21 Uhr werden die diesjährigen Prämierten online freigeschaltet. Druckfähiges, honorarfreies Bildmaterial der prämierten Titel haben wir Ihnen HIER ZUM DOWNLOAD zusammengestellt.

Bitte geben Sie »© Stiftung Buchkunst, Fotos: Uwe Dettmar« für die Buchfotografien und »© Stiftung Buchkunst, Fotos: Carolin Blöink / Elisa Lincke« für die Fotografien zur Juryarbeit als Copyright an.

STIMMEN AUS DER JURY 2026

Rainer Arnold (Erste Jury, Hirmer Verlag, München) über seine Entscheidungsperspektive:

Es gibt eine große Bandbreite an Optionen, was man aus Büchern gestalterisch und herstellerisch alles machen kann. Mit meiner Verlagsperspektive behalte ich jedoch insbesondere die Realisierbarkeit und das Budget im Hinterkopf. Titel, die in der Ausstattung nicht alle Register ziehen, sondern mit einfachen und begrenzten Mitteln arbeiten, erfreuen mich demensprechend immer sehr. Bücher wie diese sollten gewürdigt werden. Dieses Jahr gibt es ebenfalls einige wunderbare Beispiele dieser Sorte.

Antje Birkholz (Zweite Jury, Fischer Sauerländer, Frankfurt am Main) zum »schönen Buch«:

Für mich ist ein schönes Buch eines, das mich erreicht und berührt, oft durch eine gestalterische Entscheidung. Das kann der gut gestaltete Umschlag sein, die Haptik – aber das allein reicht natürlich nicht. Der Einstieg ins Buch, der Satz des Innenteils, die sorgfältige Typografie, der Satzspiegel, die Schrift – all das ist noch wichtiger: das muss gut gemacht, stimmig und vor allem gut lesbar sein. Es darf mich nichts stören.

Cilly Klotz (Zweite Jury, Prestel, München), zur Juryarbeit:

Zunächst habe ich das Buch als Objekt betrachtet – Vorderseite, Buchrücken und Rückseite – um mich mit seiner gestalterischen Gesamtwirkung vertraut zu machen. Anschließend habe ich geprüft, ob Titel und Gestaltung miteinander korrespondieren und eine stimmige Einheit bilden. Ein weiterer Fokus lag auf dem Einstieg in das Buch (Titelei, Inhaltsverzeichnis und Vorwort), wie wird die Leserschaft an das Thema herangeführt und welche Inhalte erwarten sie. Danach habe ich die Gestaltung des Inhalts beurteilt – insbesondere Lesbarkeit, Typografie, Auszeichnungssysteme sowie die Doppelseitengestaltung von Text und Bild.

PREIS DER STIFTUNG BUCHKUNST 

Zusätzlich zu den 25 Schönsten Deutschen Büchern wird der mit 10.000 Euro dotierte »Preis der Stiftung Buchkunst« am 4. September 2026 im Rahmen der Preisverleihung im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt vergeben. Dieser wurde von einer Sonderjury aus den 25 »Schönsten Deutschen Büchern« ausgewählt. Weitere Informationen zur Verleihung werden im Laufe des Sommers bekannt gegeben. Zusammen mit der Preisverleihung wird anlässlich des 60-jährigen Jubiläums der Stiftung Buchkunst auch die Ausstellung »Stiftung Buchkunst: 60 Jahre Schöne Bücher« eröffnet.

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Alle prämierten Titel werden in den nächsten Monaten auf Buchmessen im In- und Ausland sowie in zahlreichen Ausstellungen in Bibliotheken und Buchhandlungen präsentiert. Auch die Dauerausstellung im Foyer des Literaturhauses Frankfurt und die Terrassengespräche im Berliner PalaisPopulaire (1. Juli, 19 Uhr 2026: Oswald Egger über sein prämiertes Buch »Oskar Fiala und das Prinzip der kleinsten Wirkung«) werden fortgeführt.